Tschebureki

In diesem Blog möchte ich nicht nur Wunderliches und gehobelte Späne vorstellen. Da ich gern koche, sollen hier auch selbsterdachte und Lieblingsrezepte publiziert werden. Anfangen werde ich mit einem traditionellen Rezept, das in der osteuropäischen Küche zu Hause ist: Tschebureki (Russisch, georgisch,ukrainisch) oder auch Ceborek (Türkisch). Ich habe mir damals, als ich es das erste Mal probierte, verschiedene Versionen angesehen und dann das für mich optimale Rezept erstellt. Auch Ausländer mit Tschebureki-Erfahrung (Ukrainer, Türken, Georgier) und einheimische Kollegen fanden das Gericht so gut, dass einige von ihnen das Rezept haben wollten. Nun wird es der Welt zur Verfügung gestellt. Nachkochen erlaubt, Kommentare erbeten.

Ihr braucht für 13 bis 20 Stück (Je nachdem, wie dick Ihr den Teig ausrollt)

Zutaten (Teig): 

  • 9 Tassen Weizenmehl (Maismehl geht auch, macht die Sache nur trockener)
  • 6 Teelöffel Salz
  • 6 mittelgroße Eier
  • 150 g geschmolzene Butter

Zutaten (Füllung):

  • 2 mittlere Zwiebeln
  • 1 Knoblauchzehe
  • Pfeffer, 1 TL. Salz
  • 500 g Rinderhack
  • 300 g saure Sahne

Hilfsmittel: 

  • 1 große Schüssel für den Teig
  • 1 mittlere Schüssel für die Füllung
  • 1 Nudelholz
  • 1 Pfanne mit reichlich neutralem Speiseöl
  • 1 Kuchenteller à 20 cm Durchmesser
  • 1 Gabel zum andrücken des Teigs

Zubereitung:

Mehl und Butter verkneten, bis ein krümeliges Gemenge entsteht.

Mehl und Butter verkneten, bis ein krümeliges Gemenge entsteht.

So sieht das dann aus.

Danach Salz und Eier hinzufügen und wieder gut kneten. Wasser und Mehl so lange hinzufügen, bis ein geschmeidiger, nicht klebriger Teig entsteht. Diesen Teig noch mal ordentlich durchkneten, dann beiseite stellen.

Teig so lange kneten, bis eine geschmeidiger Masse entsteht, die sich von der Schüssel löst.

Teig so lange kneten, bis eine geschmeidige Masse entsteht, die sich von der Schüssel löst.

Zwiebeln und Knoblauch fein hacken (Am besten mit einer Küchenfee). Hackfleisch, fein gehackte Zwiebeln und saure Sahne zu einem rosa Brei mischen. Knoblauch hinein pressen. Mit Salz und Pfeffer würzen (Da kann ruhig ordentlich was ran).

So muss die Masse aussehen. Sieht nicht lecker aus, ist es aber!

So muss die Masse aussehen. Sieht nicht lecker aus, ist es aber!

Arbeitsplatte mit ein wenig Mehl bestreuen (Wichtig!). Aus dem Teig tennisballgroße Kugeln formen. Die Kugeln mit der Hand flach drücken und mit dem Nudelholz zu einem dünnen Teig ausrollen.

Der Teigball. Zuerst geformt...

Der Teigball. Zuerst geformt…

...und breitgeklopft.

…und dann breit geklopft.

Kuchenteller mit dem Boden nach oben auf den Teig legen und mit einem Messer den überstehenden Teig wegschneiden.

Den Teig ausschneiden

Den Teig ausschneiden.

Die Hackfleischfüllung auf eine Hälfte des Teigs streichen, dabei aber ca. 1 cm Rand frei lassen.

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Erst die Füllung drauf geben, danach noch glatt streichen.

Die andere Hälfte des Teigs umklappen und mit der Gabel festdrücken. Wenn der Teig nicht halten sollte, kann man den Rand mit etwas geschmolzener Butter oder Eigelb bestreichen.

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So muss das dann aussehen.

Eine Pfanne ungefähr 1 cm hoch mit Öl füllen und auf  mittlerer Flamme erhitzen (Wer allein kocht, kleine Flamme. Jetzt kommt nämlich Fließbandarbeit!) Tschebureki in die Pfanne legen. Derweil das zweite Tschebureki zubereiten. Wenn dieses fertig ist, das erste wenden, das zweite in das Öl geben. Wenn das dritte Tschebureki fertig ist, das erste heraus nehmen, das zweite wenden, das dritte in das Öl geben. So weiter fortfahren, bis Teig oder/und Füllung aufgebraucht sind.

Hier brutzelnd Nr. 3 und 4.

Hier brutzeln Nr. 3 und 4.

Den Teig kann man nicht wirklich gut aufbewahren, da er eintrocknet. Am besten macht man dann Mini-Tscheburekis.

Hier mal ein Beispiel.

Hier mal ein Beispiel.

Die Füllung kann man vorsichtig im Öl als Frikadellen braten. Sie sind aufgrund der Sahne zwar etwas weich, aber dennoch lecker!

Das war die Ausbeute letztes Wochenende: 13 Tschiburekis und 5 Frikadellen. Hat für 3 Personen 2 Tage lang gereicht.

Das war die Ausbeute letztes Wochenende: 13,25 Tscheburekis und 5 Frikadellen. Hat für 2 Personen 3 Tage lang gereicht.

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Kategorien: Kochrezepte | Schlagwörter: , , , , , , , | 2 Kommentare

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2 Gedanken zu „Tschebureki

  1. Hat dies auf auf Drachenschwingen rebloggt und kommentierte:
    Lecker!!!

  2. Ich kenne Burek aus keinem der genannten Länder, aber aus Kroatien, und ich könnte mich darin eingraben!

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